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Programm / Programm / Wissen und Orientierung / Psychologie/Soziologie/Pädagogik
Programm / Programm / Wissen und Orientierung / Psychologie/Soziologie/Pädagogik

Anmeldung möglich Warum bin ich so? Warum handle ich so?

Di. 30.05.2017 18:30 - 21:00 Uhr in Künzelsau
Dozent: Martin Noll

Ein anschauliches Konzept zur Erklärung menschlichen Handelns.
Menschen handeln auf der Grundlage innerer, oftmals unbewusster Ziele. Ist die innere Priorität eines Menschen z.B. "Bequemlichkeit", so wird er sich sehr anders verhalten als ein Mensch mit der Priorität "Dominanz," "Gefallen" oder "Kontrolle". Das im Vortrag vorgestellte Konzept ermöglicht eine oft verblüffende Einsicht in die Dynamik des eigenen Verhaltens und das der Mitmenschen. Es ermöglicht uns auf der einen Seite eine Bestandsaufnahme des bisherigen "Geworden-Seins" und zeigt auf der anderen Seite die Notwendigkeit konkreter Lernschritte für die Zukunft. Erst wenn wir begriffen haben, was genau wir lernen müssen, sind wir auch bereit, es zu tun.

Anmeldung möglich Karl Julius Weber - die Philosophie des "lachenden Philosophen"

Fr. 02.06.2017 19:30 - 21:00 Uhr in Künzelsau
Dozent: Dr. Peter Lucke

Karl Julius Weber ist 1767, vor 250 Jahren, in Langeburg geboren, 1832 in Kupferzell gestorben und gehört zu den fast vergessenen Klassikern deutscher Reiseschriftsteller und Satiriker, die ihre scharfen Beobachtungen und bissigen Einwürfe mit philosophischem Tiefsinn verbanden. Seine Reisebeschreibungen sind nicht nur als historische Dokumente immer noch lesenswert. Schon der Titel: "Deutschland, oder Briefe eines in Deutschland reisenden Deutschen" weist auf seine reflexive Ironie hin. Sein Meisterstück legte er mit seinem heute noch gedruckten Werk: "Demokritos, der lachende Philosoph" vor. Es ist ein Kaleidoskop von Gott und der Welt, von allem, was er gesehen, erlebt, gelesen und durchdacht hat, thematisch geordnet und geistreich formuliert. Seine selbst gewählte, aber von der Familie verworfene Grabinschrift lautete: "Hier liegen meine Gebeine, ich wollte es wären deine."
Es lohnt sich, seine zeitkritischen Beobachtungen auch vor dem Hintergrund seiner späten Aufklärungsphilosophie im Zeitalter der Romantik auszuleuchten.

Anmeldung möglich Wenn der Mann kein Ernährer mehr ist

Mi. 21.06.2017 19:00 - 20:30 Uhr in Künzelsau
Dozentin:

Das klassische Rollenmodell war gestern. Mehr als je zuvor tragen Frauen zum Haushaltseinkommen bei oder bestreiten es sogar alleine. Seit den siebziger Jahren haben sich weitreichende Veränderungen in den Geschlechterverhältnissen vollzogen: Frauen sind heute autonomer, besser ausgebildet, häufiger erwerbstätig und sie erobern immer mehr Führungspositionen. Umgekehrt möchten viele Männer engagierte Väter sein, und es wird für sie wichtiger, „weiche“ Seiten unter Beweis zu stellen – im Beruf und im Privatleben.
Der Vortrag der Soziologin Dr. Sarah Specht, Co-Autorin einer groß angelegten Studie und einer gleichnamigen Publikation, stellt die Ergebnisse der Untersuchung vor und erläutert, wie sich aus diesen Fortschritten neue Konflikte ergeben und wie Paare aus unterschiedlichen sozialen Milieus damit umgehen. Schließlich passen Realität und tradierte Rollenbilder in vielen Familien nicht mehr zusammen, wenn der Mann kein Ernährer mehr ist.

Mit Dr. Sarah Speck, Institut für Sozialforschung, Universität Frankfurt/M.

Plätze frei Geld als 7. Weltreligion

Do. 22.06.2017 20:00 - 21:30 Uhr in Künzelsau
Dozent: Hans-Bernd Neumann

Woher kommt die Macht des Geldes? Wir sagen "Geld regiert die Welt!". Das Vertrauen, dass Geld etwas Wert ist, lässt sich sehr gut mit religiösen Haltungen erklären. Zum einen stammt der zentrale Begriff des modernen Geldverständnisses "der Kredit" von dem lateinischen Wort credere = glauben ab. Das Wort "Money" hingegen kommt von "Community", was im Lateinischen "Zusammenschenken" bedeutet. Der Markt wird seit Adam Smith von "der unsichtbaren Hand" gesteuert, während neoliberale Schulen sogar von den "Selbstheilungskräften" des Marktes sprechen. Wer sich mit dem Zinseszins und seinem zerstörerischen mathematischen Wachstumsgesetz auskennt, wundert sich über die irrationalen Haltungen seitens der meisten Wirtschaftswissenschaftler unserer Zeit. Geld in seiner Grundstruktur hat religiöse Züge. Es erstaunt mit wie viel esoterischer Symbolik allein die Dollarnote belegt ist. Von seiner Wirkung im Sozialen hat Geld inzwischen auf vielen Ebenen einen religiösen Status angenommen. Geld als Weltreligion? Geld als Die 7. Weltreligion? ...

Anmeldung möglich Hochsensible Kinder: Sein dürfen, wie sie sind

Mo. 26.06.2017 19:30 - 21:00 Uhr in Künzelsau
Dozentin: Heiderose Ungerer

Woran erkennt man Hochsensibilität? Wie kommt es dazu? Welche Auswirkungen hat sie und wie schafft man es, hochsensible Kinder sein zu lassen, wie sie sind? Sie haben Wahrnehmungen, Bedürfnisse, Begabungen aber auch Schwierigkeiten, die sie von anderen unterscheiden. Sie sind scheinbar weniger belastbar, Lärm, Konflikte und der Alltag werden ihnen schnell zu viel. Sie müssen sich zurückziehen, die Eindrücke verarbeiten, fühlen sich häufig isoliert.
Nach einer allgemeinen Einführung in das Thema Hochsensibilität wird betrachtet, wie Eltern auf die besonderen Schwierigkeiten Bedürfnisse und Belastungen ihrer Kinder eingehen können. Zu allererst geht es darum, das Kind als hochsensibles Wesen zu begreifen und zu würdigen, damit es optimal in seinem Wachstums- und Entwicklungsprozess unterstützt werden und dann seine Stärken entwickeln kann.
Die Dozentin ist Gestalttherapeutin und Sozialpädagogin.