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Programm / Programm / Wissen und Orientierung / Religion/Theologie/Gesellschaft
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Anmeldung möglich Karl Julius Weber - die Philosophie des "lachenden Philosophen"

Fr. 02.06.2017 19:30 - 21:00 Uhr in Künzelsau
Dozent: Dr. Peter Lucke

Karl Julius Weber ist 1767, vor 250 Jahren, in Langeburg geboren, 1832 in Kupferzell gestorben und gehört zu den fast vergessenen Klassikern deutscher Reiseschriftsteller und Satiriker, die ihre scharfen Beobachtungen und bissigen Einwürfe mit philosophischem Tiefsinn verbanden. Seine Reisebeschreibungen sind nicht nur als historische Dokumente immer noch lesenswert. Schon der Titel: "Deutschland, oder Briefe eines in Deutschland reisenden Deutschen" weist auf seine reflexive Ironie hin. Sein Meisterstück legte er mit seinem heute noch gedruckten Werk: "Demokritos, der lachende Philosoph" vor. Es ist ein Kaleidoskop von Gott und der Welt, von allem, was er gesehen, erlebt, gelesen und durchdacht hat, thematisch geordnet und geistreich formuliert. Seine selbst gewählte, aber von der Familie verworfene Grabinschrift lautete: "Hier liegen meine Gebeine, ich wollte es wären deine."
Es lohnt sich, seine zeitkritischen Beobachtungen auch vor dem Hintergrund seiner späten Aufklärungsphilosophie im Zeitalter der Romantik auszuleuchten.

Anmeldung möglich Luther: Satire und Seelenrettung

Do. 22.06.2017 19:30 - 21:00 Uhr in Künzelsau
Dozent: Stefan Kraut

Carl Julius Weber war kein Agnostiker, er bekannte sich zu einem höheren Wesen, das die Geschicke der Menschen fest in seiner Hand hielt. Allerdings geißelte er dessen Schöpfung, den Menschen, dessen Fehler er ohne Zögern offen legte. Erst recht tat er dies in seinen Betrachtungen zu den Religionswirren, wo "Würdenträger" in ihrer Aufgeblasenheit sich selbst im Wege standen. Breit und ausführlich referierte er in seinen Werken über die Reformation, wobei Luther Webers Sympathien gehörten. In dem Vortrag wird aufgezeigt, wie sich Weber mit den Ereignissen jener Jahre auseinandersetzte.

Plätze frei Hexen sollst du nicht leben lassen

Fr. 21.07.2017 (15:30 - 24:00 Uhr) - So. 23.07.2017 in Schöntal
Dozentin: Bildung Baden-Württemberg Landeszentrale für politische

Das Zitat zeigt - auch der Reformator Martin Luther war kein Hexenfreund. Das Exkursionsseminar befasst sich am Beispiel von Hohenlohe mit der Frage, was wirklich während der Hexenverfolgung vor dem Hintergrund der Reformation geschah. Wir folgen den Spuren vor Ort und erfahren von den Ereignissen dieser dunklen Zeit. In der ehemaligen Deutschordenskommende Mergentheim, eine Hochburg der Hexenverfolgung, lässt sich anhand von Einzelschicksalen rekonstruieren, wie die als Hexen verdächtigten Frauen und Männer dem Verfolgungsmechanismus kaum entrinnen konnten und auf dem Scheiterhaufen endeten. Im Jagst- und Kochertal bieten zahlreiche Beispiele und Orte, zum Beispiel Schöntal und Forchtenberg die Gelegenheit zur Vertiefung der historischen Geschehnisse, immer auch mit dem Ziel, die oft hartnäckigen Klischees zur Hexenverfolgung auszuräumen.
Veranstalter dieses Wochenendseminars ist die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg.
Anmeldungen und Fragen an Verena Demel, Telefon (0711) 164099-21, E-Mail: Verena.Demel@lpb.bwl.de
Freitag 21.07. - Sonntag 23.07.2017
Referentin: Karin Wohlschlegel