Karoline Breitinger, ein Vorbild für mutige Frauen
Vor 125 Jahren wurde in Künzelsau die erste Ärztin in Württemberg, Karoline Breitinger, geboren. Die Tochter des Kupferschmidts Chr. Jakob Heinrich Breitinger und seiner Frau Susanna Elisabeth kam 1851 als siebtes Kind zur Welt. Als sie vier Jahre alt war, starb die Mutter. Karoline wuchs bei Verwandten in Salzburg auf. Hier beginnt ihr eigenwilliges Leben entgegen allen gesellschaftlichen Konventionen. Karoline möchte studieren. Das ist für Mädchen im Deutschen Reich undenkbar - nicht jedoch in der Schweiz. Karoline Breitinger besucht eine Höhere Töchterschule, läßt sich als Lehrerin ausbilden und bezahlt mit selbst verdientem Geld den notwendigen Privatunterricht zur Aufnahmeprüfung an die Universität Zürich. Dort und in Bern studiert sie Medizin, eröffnet in Esslingen/Neckar eine Praxis als erste Ärztin in Württemberg und arbeitet dort bis ins hohe Alter. Eine Erfolgsstory – aber auch mit Schatten. Die beliebte Ärztin hat Feinde. Sie stößt auf heftige Widerstände männlicher Kollegen. Jahrelang kämpft sie um ihre berufliche Anerkennung als Frau im Königreich Württemberg. Ihre Durchhaltekraft, die sie bis nach Berlin und Straßburg führen wird, ist so mutig wie ihr ungewöhnliches Leben selbst. Karoline Breitinger, frühe Vorreiterin im Bildungs- und Sozialbereich, wird zur so Wegbereiterin der Demokratie.
Zur Person: Cornelia Strauß, geb. in Esslingen, hat in Tübingen und Poitiers Geschichte und Romanistik studiert mit vier Semestern im Evangelischen Stift Tübingen und war 30 Jahre lang als Journalistin in der kirchlichen Öffentlichkeitsarbeit in Hamburg tätig.
Status: Plätze frei
Kursnr.: 26110147
Beginn: Do., 11.06.2026, 19:00 - 20:30 Uhr
Dauer: 1
Kursort: Hermann-Lenz-Haus; Gewölbekeller
Gebühr: 8,00 €
Materialien:
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Datum:
11.06.2026
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Uhrzeit:
19:00 - 20:30 Uhr
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Wo:
Kirchplatz 9,
Hermann-Lenz-Haus; Gewölbekeller
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